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 Triebsterben in Buxus- Kulturen durch den Pilz Cylindrocladium buxicola

 Das Pflanzenschutzamt der LK Niedersachsen (Bad Zwischenahn) hat 2006 erste Freiland- Versuche zur chemischen Kontrolle des Schadpilzes Cylindrocladium buxicola durchgeführt. Die Ergebnisse:
1. Kurativ: Fungizidspritzungen können nach einer Infektion durch C. buxicola den Ausbruch der Krankheit nicht verhindern, die Symptome werden nur vorübergehend maskiert.
2. Protektiv: Vorbeugende Fungizidspritzungen halten die Bestände gesund. Unter starkem Befallsdruck und einmaliger Spritzung blieben die mit Pugil 75 WG (Chlorthalonil) oder Dithane NeoTec (Mancozeb) behandelten Versuchsglieder ca. 5 Wochen nach Inokulation ohne erkennbare Symptome. Weitere Präparate (Mirage 45 EC; Cercobin FL; Switch; Harvesan; Euparen M WG) zeigten eine kürzere Wirkungsdauer, sind aber in der Spritzfolge wertvolle Varianten.
3. Strategie: Bei Befallsgefahr etwa alle 2 Wochen eine Fungizid-Spritzung, während trockener Perioden lässt sich dieser Abstand etwas erhöhen. In der Spritzfolge ist ein Wirkstoffwechsel einzuhalten, um einer Resistenzentwicklung entgegen zu wirken.
4. Aufwandmengen (in Liter bzw. kg/ha): Dithane NeoTec (2,0); Switch (1,0); Harvesan (0,8); Cercobin FL (1,0); Mirage 45 EC (1,2)
5. Sortenfrage: Da die Buxus-Variante Suffruticosa hochgradig anfällig ist gegen das Triebsterben, empfiehlt es sich, auf diese Sorte in der Anpflanzung zu verzichten.

Veröffentlicht in: Baumschule 2/2007

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